Salzburgring 2010 bei bestem Sommerwetter

Mit Freude stellten Instruktoren und Teilnehmer des Fahrertrainings am 15. August fest, dass sich alle Wettervorhersagen als falsch erwiesen: Es regnete nicht und bereits am Vormittag kam die Sonne heraus! Entsprechend begeistert gingen alle Fahrer nach einer kurzen Einführung ans Werk.
Ganz unterschiedlich war die Zielsetzung und Motivation der Teilnehmer des bunt gemischten Feldes: Viele wollten ihr Fahrkönnen optimieren und dabei ein bisschen Rennatmosphäre und Abenteuerluft schnuppern, Anderen ging es darum, ihr Sportgerät wieder einmal abseits der öffentlichen Straßen zu fahren, Einzelne wollten Fahrwerk, Motor oder Getriebe testen. Sehr interessant war daher auch der Fahrzeugpark, in dem vom VW Golf über Mittelklassefahrzeuge, viele Porsches bis hin zum aktuellen GT3 RS oder einem KTM X-Bow alles vertreten war. Sogar einige Rennfahrzeuge wie BMW 325 Challenge, Chevrolet Cruze Cup oder ein “historischer” Alfa 75 waren mit dabei!
Um sowohl Ringneulingen als auch erfahrenen “Racern” gerecht zu werden, wurde zunächst in 3 Gruppen gefahren. Während die “schnelle Truppe” gleich einmal die Kurven des etwa 4,2 langen Rings unter die Räder nahm, begannen die anderen beiden Gruppen mit dem “Aufwärmtraining” auf dem Fahrerlagergelände: Eine Übung zum Bremsen und Ausweichen vermittelte das richtige Gefühl für Kurvenhaftung und Bremspunkt. Und auf einem Slalomparcours konnte das Gefühl für Handling und Grenzbereich “erfahren” werden. Gleich danach gingen aber auch die ersten beiden Gruppen auf den Ring. Dabei zeigten Florian Plöchinger und Franz Schmöller als rennerfahrene Instruktoren den abwechselnd dahinter fahrenden Teilnehmern die richtige Linie, auf der die Kurven sicher durchfahren werden konnten. Zur besseren Orientierung wurden Einlenk- Scheitel- und Auslenkpunkt jeder Kurve mit Pylonen markiert.
Nach der Mittagspause konnte dann jeder den Ring und das Fahrverhalten seines Autos beim “freien Fahren” mit seiner individuellen Geschwindigkeit kennlernen. In den Pausen war für die Mutigen eine Teilnahme am gezeiteten Slalom möglich, der für die Mitglieder des Porsche Clubs Niederbayern als Lauf zur Clubmeisterschaft gewertet wurde. Und wer Lust hatte, konnte auf bewässerter Fahrbahn eine Driftübung auf der Kreisbahn absolvieren, um sein Gefühl für den Grenzbereich noch weiter zu perfektionieren und das Abfangen des Autos aus einer Schleuderbewegung zu trainieren.
Natürlich kam bei alledem der Fahrspaß nicht zu kurz. Die Teilnehmer waren dann am Ende auch begeistert von dem Konzept des Trainings, das nicht nur schnelle Runden auf einer Rennstrecke umfasste, sondern darauf ausgerichtet war, das Fahrkönnen zu verbessern und das Fahrverhalten des eigenen Autos bei höheren Kurvengeschwindigkeiten kennenzulernen – ohne im öffentlichen Straßenverkehr jemand zu gefährden.













